Modellflugverein Bassersdorf

Baubericht von Peter Vollenweider

Epic Vicoria S von Graupner mit Sport-Setup und Einziehfahrwerk 

Eckdaten:

Spannweite: 


Ca. 1112 mm
Antrieb: Impeller Ø68/72mm
Gewicht:Ca. 1050g   (Herstellerangabe, ohne Fahrwerk)Ca. 1400g (mein Setup,   4S 3300mAh)
Standschub:Angabe edf-jets.de:   0.75 kg bei 1.1kg Fluggew.1.4 kg (mein Setup, 4S)
Flächenprofil:RG15 (vermutlich   aufgedickt)
Flächeninhalt:Ca. 20 dm 2
FlächenbelastungCa. 53 g/dm (Rechnung   aus Herstellerangabe)Ca. 70 g/dm  (mein 4S-Setup)

Die Victory S gibt es in drei Versionen:

Best. Nr. GraupnerInhalt,   VorfertigungsgradPreis am 31.7.12, ohne   Gewähr, bei von mir empfohlenem Lieferant
9347Bausatz: Schaumteile,   Anlenkungen, Dekorbogen etc. (meine Wahl), CHF 89 bei eflight
9347.100Laut eflight: Fertig   gebautes Modell mit eingebautem Graupner-Impeller, Metallgetriebe-Servos   etc., aber ohne Empfänger. Wenige Montagearbeiten nötig(CHF 319 bei eflight)->ich empfehle eher   die HoTT-Version von slowflyer.ch, weil günstiger
9347.HoTTWie Version 9347.100   aber mit HoTT-EmpfängerCHF 308.50 bei   slowflyer.ch

Wer lieber das Modell selber abholt und Service durch den Verkäufer geniessen will, kann es bei Wieser Modellbau in Höngg oder bei Hope in Winterthur kaufen.

Zubehör, nur für Baukasten-Variante geeignet(!):

Best. Nr. 9347.21Graupner Fahrwerks-Befestigungssatz zu Epic Victory
Best. Nr. 193Graupner Elektrisches EZFW bis 1000g

RC-Funktionen: Motor, Quer (2 Servos), Höhenruder (ebenfalls 2 Servos), Seitenruder

Mein Fazit:
Das Modell gefällt mir optisch sehr gut und es macht grossen Spass, das Modell zu fliegen. Durch die kleinen Tragflächen und den geringen Luftwiderstand braucht das Modell schon mit einem 3S-Akku eine lange Hartpiste als Landebahn, sonst ist das Fahrwerk schnell verbogen. Ich finde auch die fertig gebaute Version empfehlenswert.
 

Über dieses Dokument:
Ich möchte mein Setup beschreiben und meine Erfahrungen teilen. Die mitgelieferte Bauanleitung ist gut gemacht und beschreibt den Bauvorgang mit vielen Fotos präzise. Bauberichte finden sich auch leicht bei Google, deshalb habe ich vor allem meine Überlegungen und Schritte notiert.

Meine Wahl:
Ich wollte ein Einziehfahrwerk (EZFW) einbauen und zusätzlich mehr Schub. Das Modell ist für einen 68/72mm-Impeller konstruiert. Es kann nur auf harten, sauberen Pisten gestartet werden, da die Luft für den Impeller von unten angesaugt wird. Der originale Impeller ist eigentlich ausreichend kräftig (vor allem, wenn kein Fahrwerk eingebaut wird) und kann laut einigen Internetquellen auch mit 4S betrieben werden. Ich habe jedoch auch schon vernommen, dass der eingebaute oder empfohlene Original-Regler dies nicht aushält. Einen leistungsfähigeren Impeller fand ich bei www.hebu-shop.ch mit dem L68EDF-4B1. Die Impeller-Motor-Einheit ist dabei fertig montiert und feingewuchtet. Mit ca. 240 g Gewicht ist sie jedoch schwerer als der Graupner-Impeller, da sie aus Aluminium gefertigt ist. Sie liefert jedoch nach Datenblatt ca. 1.6 kp Schub. Mein Plan war, die Victory S zuerst mit einem leichteren 3S-Akku zu fliegen und später, wenn ich mich ein wenig an das Modell gewöhnt habe, auf 4S umzusteigen.  Das bedeutete, für beide Akkuvarianten im Rumpf so Platz zu schaffen, dass jeweils der korrekte Schwerpunkt eingestellt werden kann. Für die Victory werden 3S-Akkus mit 2200 mAh und 2600 mAh empfohlen. Der Leopard-Impeller zieht an 4S ca. 62 A laut Herstellerangaben. Um dennoch eine vernünftige Flugdauer erreichen zu können, kaufte ich mir zwei 4S-Akkus mit 3300 mAh. Diese enthalten dann geladen rechnerisch gerade die doppelte Energie des leichteren von Graupner empfohlenen Akkus und sind deshalb auch etwa doppelt so schwer.  Der Akkuschacht ist für die vorgesehenen Graupner-Lipo-Akkus dimensioniert und muss vergrössert werden. Ich schnitt ausserdem den Akkufachdeckel dünner, weil es für den 4S-3300mAh-Akku notwendig ist.  Ich entschied mich, den Impeller weiter hinten einzubauen. Dies hatte folgende Auswirkungen:
-es sind keine Trimmgewichte notwendig, wie sonst durch den schwereren Akku und auch das Bugfahrwerk inkl. Steuer-Servo notwendig.
-Die Kabel für die Tragfläche, die sonst um den Impeller geführt würden, müssen daran gehindert werden, in den Luftkanal hineinzuragen
-der Luftkanal muss ausgeweitet werden, dort wo der Impeller sich befinden soll

Da die meisten Komponenten fix verbaut werden, muss während dem Bau das korrekte Einstellen des Schwerpunkts geschehen. Ich hielt mich mit der Reihenfolge nicht an die Bauanleitung, sondern baute den Flügel zuerst fertig (inkl. Fahrwerk), um das Auswiegen am fertig montierten Modell vornehmen zu können. 

Ich wählte für den Impeller den Ort gerade bevor sich der Luftkanal leicht zu verengen beginnt. Den Raum für den Impeller schnitt ich mit dem Balsamesser aus. Ein Dremel® o.ä. ist hier sicher von Vorteil. Dort, wo der Impeller gedacht war, führen beim fertig gebauten Modell die Kabel  für die Tragfläche in einer Nut um den Luftkanal.  Wird der Impeller hinten eingebaut, bietet sich die Lösung an, eine aufgeschnittene Wand einer PET-Flasche einzubauen. Ich habe dies so gelöst und jene Wand mit Styroporleim eingeklebt.

Das empfohlene Fahrwerk

…ist gefedert und nach meiner Einschätzung relativ robust. Der Betrieb auf Rasen ist nicht möglich, da die Räder zu klein sind. Die Qualität ist nicht so hoch wie bei den anderen Komponenten, ein Fahrwerksbein lässt sich drehen und andere Kunden haben im Internet von herausgerissenen Schrauben berichtet.

Verwendung von zwei Höhenruderservos:
Wer eine Fernsteuerung mit weniger als 6 Kanälen betreibt und das Modell ohne Fahrwerk baut, oder eine Steuerung mit weniger als 8 Kanälen hat und ein Fahrwerk einbaut, kann die beiden Höhenruderservos auf einen Kanal nehmen, indem ein „V-Reverse-Modul“ wie das von Simprop verwendet. Ein einfaches V-Kabel taugt nicht,  a sonst die Ruder nicht in die gleiche Richtung ausschlagen (sondern wie beim Querruder). Manche Digitalservos wie die DES-Serie von Graupner sind in der Laufrichtung umkehrbar. Ich empfehle, bei Wieser Modellbau eines der Servos umkehren zu lassen. Bei mir hat das Umstellen leider nicht geklappt.

Die Trimmung der beiden Ruder zueinander ist mit Vorteil vor dem Verkleben der Servos durchzuführen. Das elektronische Modul, „Dual-Rate und Servo-Reverse-Modul“ genannt, ist z.B. bei Wieser Modellbau in Zürich-Höngg erhältlich.

Tipps zum Kleben:
Für kleinere Verklebungen ist ein Sekundenkleber für Elapor bzw. Solidpor ideal. Ich habe einen Zacki Elapor verwendet.

Der Rumpf muss grossflächig verklebt werden. Ich empfehle, dies nicht mit Sekundenkleber durchzuführen, wie empfohlen in der Bauanleitung, sondern die Rumpfseitenteile an den Klebestellen aufzurauen und die Verklebung mit 24h-Epoxidharz auszuführen. So kann noch korrigiert werden. Ich habe es so ausgeführt. 

Da ich ein EZFW verwende, musste bei mir für die Kabel zu den Fahrwerksmechaniken ein wenig Platz im Flügel freigeschnitten werden, damit das Schaumteil mit dem Hauptfahrwerk passend eingeklebt werden konnte. Auch hier lohnte es sich, mit 5min-Epoxi  zu kleben (und mit Elapor-Sekundenkleber zu sichern, weil das Teil etwas unter Spannung stand).  

Einkaufsliste:
Wird kein Fahrwerk eingebaut, lohnt es sich, als Querruderservos solche mit Metallgetriebe zu wählen. Die Servos sollten 9mm Dicke aufweisen. Passende gibt es von Graupner mit den DES 428.

Fliegen

Das Modell lässt sich gut steuern, die Angaben für Schwerpunkt und Ruderausschläge können übernommen werden. Mit dem 3S-Akku  gönnte ich dem Modell jeweils ca. 50m Rollstrecke. Durch den negativen Anstellwinkel der Flügel beim Rollen muss das Modell vom Boden „gerissen“ werden. Es überzieht dann ein wenig, weshalb das Höhenruder sofort wieder annähernd neutral gestellt werden muss. Im Landeanflug muss der sehr flache Gleitwinkel berücksichtigt werden (Das Modell lässt sich auch ohne Impeller am Hang fliegen…). Das Hochstellen der Querruder hilft nur wenig. Im Jet-Stil lassen sich schöne Flugfiguren fliegen.

Ein Tipp für sicherere Bodenstarts:

Wie auch bei anderen Impellermodellen ist das Bugfahrwerk der Victory zu weich gefedert, so dass das Modell auf der Piste zu kleben scheint. Es hebt sich erst bei starkem Ziehen und plötzlich vom Boden, so dass es durch das nach oben ausgeschlagene Höhenruder kurz überzieht. Mit ein paar Haushalts-Gummiringen am Ort, wo die Feder montiert ist, lässt sich der Effekt verringern. Das Modell ist ansonsten gutmütig zu fliegen.

Sport-Setup und Einziehfahrwerk

Eckdaten:
Spannweite:
Ca. 1112 mm

Antrieb:
Impeller Ø68/72mm

Gewicht:
Ca. 1050g (Herstellerangabe, ohne Fahrwerk)
Ca. 1400g (mein Setup, 4S 3300mAh)  

Standschub
Angabe edf-jets.de: 0.75 kg bei 1.1kg Fluggew.  1.4 kg (mein Setup, 4S)

Flächenprofil:
RG15 (vermutlich aufgedickt)

Flächeninhalt:
Ca. 20 dm2

Flächenbelastung Ca. 53 g/dm (Rechnung aus Herstellerangabe)
Ca. 70 g/dm  (mein 4S-Setup)

Die Victory S gibt es in drei Versionen:

Best. Nr. Graupner Inhalt, Vorfertigungsgrad Preis am 31.7.12, ohne Gewähr, bei von mir empfohlenem Lieferant 9347
Bausatz: Schaumteile, Anlenkungen, Dekorbogen etc. (meine Wahl), CHF 89 bei eflight 9347.100      

Laut eflight: Fertig gebautes Modell mit eingebautem Graupner-Impeller, Metallgetriebe-Servos etc., aber ohne Empfänger. Wenige Montagearbeiten nötig (CHF 319 bei eflight)

->ich empfehle eher die HoTT-Version von slowflyer.ch, weil günstiger 9347.HoTT Wie Version 9347.100 aber mit HoTT-Empfänger CHF 308.50 bei slowflyer.ch

Wer lieber das Modell selber abholt und Service durch den Verkäufer geniessen will, kann es bei Wieser Modellbau in Höngg oder bei Hope in Winterthur kaufen.  Zubehör, nur für Baukasten-Variante geeignet(!): Best. Nr. 9347.21  Graupner Fahrwerks-Befestigungssatz zu Epic Victory Best. Nr. 193 Graupner Elektrisches EZFW bis 1000g

RC-Funktionen:
Motor,  Quer (2 Servos),  Höhenruder (ebenfalls 2 Servos),  Seitenruder  

Mein Fazit:
Das Modell gefällt mir optisch sehr gut und es macht grossen Spass, das Modell zu fliegen. Durch die kleinen Tragflächen und den geringen Luftwiderstand braucht das Modell schon mit einem 3S-Akku eine lange Hartpiste als Landebahn, sonst ist das Fahrwerk schnell verbogen. Ich finde auch die fertig gebaute Version empfehlenswert.  

Über dieses Dokument:
Ich möchte mein Setup beschreiben und meine Erfahrungen teilen. Die mitgelieferte Bauanleitung ist gut gemacht und beschreibt den Bauvorgang mit vielen Fotos präzise. Bauberichte finden sich auch leicht bei Google, deshalb habe ich vor allem meine Überlegungen und Schritte notiert.

Meine Wahl:

Ich wollte ein Einziehfahrwerk (EZFW) einbauen und zusätzlich mehr Schub. Das Modell ist für einen 68/72mm-Impeller konstruiert. Es kann nur auf harten, sauberen Pisten gestartet werden, da die Luft für den Impeller von unten angesaugt wird. Der originale Impeller ist eigentlich ausreichend kräftig (vor allem, wenn kein Fahrwerk eingebaut wird) und kann laut einigen Internetquellen auch mit 4S betrieben werden. Ich habe jedoch auch schon vernommen, dass der eingebaute oder empfohlene Original-Regler dies nicht aushält. Einen leistungsfähigeren Impeller fand ich bei www.hebu-shop.ch mit dem L68EDF-4B1. Die Impeller-Motor-Einheit ist dabei fertig montiert und feingewuchtet. Mit ca. 240 g Gewicht ist sie jedoch schwerer als der Graupner-Impeller, da sie aus Aluminium gefertigt ist. Sie liefert jedoch nach Datenblatt ca. 1.6 kp Schub. Mein Plan war, die Victory S zuerst mit einem leichteren 3S-Akku zu fliegen und später, wenn ich mich ein wenig an das Modell gewöhnt habe, auf 4S umzusteigen.  Das bedeutete, für beide Akkuvarianten im Rumpf so Platz zu schaffen, dass jeweils der korrekte Schwerpunkt eingestellt werden kann. Für die Victory werden 3S-Akkus mit 2200 mAh und 2600 mAh empfohlen. Der Leopard-Impeller zieht an 4S ca. 62 A laut Herstellerangaben. Um dennoch eine vernünftige Flugdauer erreichen zu können, kaufte ich mir zwei 4S-Akkus mit 3300 mAh. Diese enthalten dann geladen rechnerisch gerade die doppelte Energie des leichteren von Graupner empfohlenen Akkus und sind deshalb auch etwa doppelt so schwer.  Der Akkuschacht ist für die vorgesehenen Graupner-Lipo-Akkus dimensioniert und muss vergrössert werden. Ich schnitt ausserdem den Akkufachdeckel dünner, weil es für den 4S-3300mAh-Akku notwendig ist.

Ich entschied mich, den Impeller weiter hinten einzubauen. Dies hatte folgende Auswirkungen:
-es sind keine Trimmgewichte notwendig, wie sonst durch den schwereren Akku und auch das Bugfahrwerk inkl. Steuer-Servo notwendig.
-Die Kabel für die Tragfläche, die sonst um den Impeller geführt würden, müssen daran gehindert werden, in den Luftkanal hineinzuragen
-der Luftkanal muss ausgeweitet werden, dort wo der Impeller sich befinden soll  

Da die meisten Komponenten fix verbaut werden, muss während dem Bau das korrekte Einstellen des Schwerpunkts geschehen. Ich hielt mich mit der Reihenfolge nicht an die Bauanleitung, sondern baute den Flügel zuerst fertig (inkl. Fahrwerk), um das Auswiegen am fertig montierten Modell vornehmen zu können.  

Ich wählte für den Impeller den Ort gerade bevor sich der Luftkanal leicht zu verengen beginnt. Den Raum für den Impeller schnitt ich mit dem Balsamesser aus. Ein Dremel® o.ä. ist hier sicher von Vorteil. Dort, wo der Impeller gedacht war, führen beim fertig gebauten Modell die Kabel  für die Tragfläche in einer Nut um den Luftkanal.  Wird der Impeller hinten eingebaut, bietet sich die Lösung an, eine aufgeschnittene Wand einer PET-Flasche einzubauen. Ich habe dies so gelöst und jene Wand mit Styroporleim eingeklebt.

 Das empfohlene Fahrwerk

…ist gefedert und nach meiner Einschätzung relativ robust. Der Betrieb auf Rasen ist nicht möglich, da die Räder zu klein sind. Die Qualität ist nicht so hoch wie bei den anderen Komponenten, ein Fahrwerksbein lässt sich drehen und andere Kunden haben im Internet von herausgerissenen Schrauben berichtet.

 Verwendung von zwei Höhenruderservos:

Wer eine Fernsteuerung mit weniger als 6 Kanälen betreibt und das Modell ohne Fahrwerk baut, oder eine Steuerung mit weniger als 8 Kanälen hat und ein Fahrwerk einbaut, kann die beiden Höhenruderservos auf einen Kanal nehmen, indem ein „V-Reverse-Modul“ wie das von Simprop verwendet. Ein einfaches V-Kabel taugt nicht, da sonst die Ruder nicht in die gleiche Richtung ausschlagen (sondern wie beim Querruder). Manche Digitalservos wie die DES-Serie von Graupner sind in der Laufrichtung umkehrbar. Ich empfehle, bei Wieser Modellbau eines der Servos umkehren zu lassen. Bei mir hat das Umstellen leider nicht geklappt.

Die Trimmung der beiden Ruder zueinander ist mit Vorteil vor dem Verkleben der Servos durchzuführen. Das elektronische Modul, „Dual-Rate und Servo-Reverse-Modul“ genannt, ist z.B. bei Wieser Modellbau in Zürich-Höngg erhältlich.

Tipps zum Kleben:

Für kleinere Verklebungen ist ein Sekundenkleber für Elapor bzw. Solidpor ideal. Ich habe einen Zacki Elapor verwendet.

 Der Rumpf muss grossflächig verklebt werden. Ich empfehle, dies nicht mit Sekundenkleber durchzuführen, wie empfohlen in der Bauanleitung, sondern die Rumpfseitenteile an den Klebestellen aufzurauen und die Verklebung mit 24h-Epoxidharz auszuführen. So kann noch korrigiert werden. Ich habe es so ausgeführt.

Da ich ein EZFW verwende, musste bei mir für die Kabel zu den Fahrwerksmechaniken ein wenig Platz im Flügel freigeschnitten werden, damit das Schaumteil mit dem Hauptfahrwerk passend eingeklebt werden konnte. Auch hier lohnte es sich, mit 5min-Epoxi  zu kleben (und mit Elapor-Sekundenkleber zu sichern, weil das Teil etwas unter Spannung stand).  

Wird kein Fahrwerk eingebaut, lohnt es sich, als Querruderservos solche mit Metallgetriebe zu wählen. Die Servos sollten 9mm Dicke aufweisen. Passende gibt es von Graupner mit den DES 428.

 Fliegen

Das Modell lässt sich gut steuern, die Angaben für Schwerpunkt und Ruderausschläge können übernommen werden. Mit dem 3S-Akku  gönnte ich dem Modell jeweils ca. 50m Rollstrecke. Durch den negativen Anstellwinkel der Flügel beim Rollen muss das Modell vom Boden „gerissen“ werden. Es überzieht dann ein wenig, weshalb das Höhenruder sofort wieder annähernd neutral gestellt werden muss. Im Landeanflug muss der sehr flache Gleitwinkel berücksichtigt werden (Das Modell lässt sich auch ohne Impeller am Hang fliegen…). Das Hochstellen der Querruder hilft nur wenig. Im Jet-Stil lassen sich schöne Flugfiguren fliegen.

 Ein Tipp für sicherere Bodenstarts:

Wie auch bei anderen Impellermodellen ist das Bugfahrwerk der Victory zu weich gefedert, so dass das Modell auf der Piste zu kleben scheint. Es hebt sich erst bei starkem Ziehen und plötzlich vom Boden, so dass es durch das nach oben ausgeschlagene Höhenruder kurz überzieht. Mit ein paar Haushalts-Gummiringen am Ort, wo die Feder montiert ist, lässt sich der Effekt verringern. Das Modell ist ansonsten gutmütig zu fliegen.  

Viel Spass beim Fliegen
Peter Vollenweider  

Nachtrag:
-Der Kohleholm im Höhenleitwerk soll laut Bauanleitung auf 140 mm abgelängt werden. Korrekt wäre jedoch 240 mm -Ich habe unterdessen die ersten Flüge mit 4S gemacht. Startrollstrecke bleibt etwa gleich, wie angegeben ca. 50 m. Landerollstrecke auf Hartbelag, leicht ansteigend(!): mit 3S: ca. 40m. Mit 4S: Ca. 60 m. Radbremsen wären praktisch...

 

Gruss, Peter