Modellflugverein Bassersdorf

Unsere Seglerwochen in Colli di San Fermo Italien, 
Nähe Bergamo

In der Zeit vom 8. Bis 21. Mai 2016

Es ist in unserem Modellflugverein zur tollen Tradition geworden, dass ein Teil unserer segelflugbegeisterter Mitglieder einmal im Jahr einen Abstecher nach Colli di San Fermo unternimmt. Unser kompetenter Segelflug- Fachmann Herbert Lang machte uns vor 13 Jahren auf dieses absolut einmalige Eldorado für Modell-Segelflug-Piloten aufmerksam. Bei aller Segelflugbegeisterung ist auch die Gegend, die Aussicht von einem der letzten Bergen unserer Alpenkette vor der Poebene, ein besonderer Genuss. Seit dieser Zeit freuen wir uns jeden Frühling auf diese Woche. Obschon unsere Resistenz, das Hotel Ristorante Baita Tosca (deutsch übersetzt Chalet-Herberge) in der Zimmerausstattung mehr als bescheiden jedoch sauber ist, werden wir vom Wirte-Paar Luca und Christina kulinarisch und servicemässig rührend verwöhnt und für den uns gewohnten Komfort mehr als nur entschädigt. Hier wird eine italienische Küche mit raffinierten Spezialitäten vom feinsten serviert.

Mit Spannung verfolgten wir in den vorangegangenen Tagen die Wetterprognosen, die allerdings nichts Gutes berichteten. Da von den angemeldeten Kollegen gut die Hälfte nach wie vor im Berufsleben steht und sich für diese Tage in ihren Betrieben frei gestellt haben. wie auch wegen der Zimmer-Reservation, haben wir deshalb an den vor langer Zeit bestimmten Termin festgehalten.

Ein Grossteil der Teilnehmer reiste schon am Pfingst-Sonntag an und profitierten nach ihrer Ankunft von dem auslaufenden Wetter-Hoch und durften noch einen tollen schönen Flugnachmittag geniessen. 

Allerdings trat jedoch schon am Pfingstmontag das angekündigte Tief ein, wodurch ausgerechnet in unserer Starthöhe von ca. 1200 m starker Nebel (Wolkenband) eintrat. Ein paar Wagemutige versuchten die ab und zu kurzzeitig eintretenden Nebelöffnungen zu nutzen, konnten jedoch diese Flüge nur für kurze Momente und mit grossem Sichtrisiko erzwingen.

Bruno und ich reisten erst am Pfingstmontag an und entschlossen uns auf Grund der vorgefundenen Situation und den weiterhin sehr schlechten Wetterprognosen für die ganze Woche, wieder abzureisen. Die übrigen Kollegen verharrten noch einen Tag mehr und wurden am Dienstag Nachmittag nochmals für ein paar gute Flugstunden belohnt  . Wir besprachen mit dem Wirt Luca unser Vorhaben, um mit seinem Einverständnis den begonnenen Aufenthalt zu stornieren und  eine Woche später, die wettermässig sehr positiv prognostiziert wurde, trotz der abermaligen 740 Km und der  2 mal 4 ½ stündigen Autoreise, wieder zurück zu kommen.

Obschon wir vom prognostizierten schlechten Donnerstag wussten, reisten wir wie neu festgelegt am Dienstag der darauf folgenden Woche ab und fanden im Süden traumhaft schönes Wetter vor. Unsere Entscheidung war für uns richtig, konnten wir nun 3 volle Segler-Tage, ausser eben dem Donnerstag  bei schönstem Wetter, ungewöhnlich starker Thermik vermischt mit sanftem Wind geniessen.

Die gezeigten Bilder sollen den Teilnehmenden aber auch neuen Betrachtern einen Eindruck von dem gesehenen und  erlebten, und vor allem dem traumhaften Bild dieser schönen Landschaft wie auch ein Ausschnitt der An- und Rückreise vermitteln.

Text und Bilder von 
Noldi Meier